Besuch bei der Compax
Bevor wir unsere Reise nach Südkorea starteten, habe ich versucht, über die Firma Compax mit ehemaligen Kollegen aus Südkorea in Kontakt zu treten. Es gab immer wieder Geschichten über das Büro und wie toll sie es aufgebaut haben. Zum Glück habe ich die Kontaktdaten von Kyle und Peter bekommen. Sie haben im Vorfeld gemeint, sie würden sich freuen, wenn ich mich melden würde. Das habe ich dann auch in Südkorea gemacht.
Zu meiner Freude hat Kyle vorgeschlagen, mit ihnen heute ein Streetfood Festival zu besuchen. Das findet in der Nähe vom Büro statt und einige Kollegen würden uns auch begleiten, wie auch Salmir, ein Kollege aus Österreich, mit dem ich sogar in einem Projekt zusammengearbeitet habe.


Wir starteten nach Mittag von unserer Unterkunft auf der Alm aus und machten uns auf den Weg zur Compax. Wir wurden auch gleich von Kyle begrüßt, der uns zu unserer Freude sofort einen Iced Cafe Latte anbot. Er hat das auch sehr unterhaltsam gefunden, da es scheinbar schon ein Running Gag ist, dass kein Europäer die Köstlichkeit von Iced Coffee schätzen kann. Salmir ist kurz darauf auch bereits dazugestoßen. Die Tour der Firma hat sehr beeindruckt. Alles ist gut eingerichtet und man merkt, dass das Gebäude ideal für die Anzahl der Belegschaft ist. Nicht zu groß und nicht zu klein. Man hat wirklich das Gefühl, dass ein wenig österreichische Compax nach Südkorea gebracht wurde.
Wir machten uns danach zu Fuß zum Streetfood Festival auf. Es gab, wie zu erwarten, einiges an Streetfood und sehr viele kleine Verkaufsstände mit allerlei, oft selbstgemachten Werkstücken. Während wir auf die letzten Kollegen von Compax warteten, haben wir uns eine sehr unterhaltsame Vorführung gegeben. Der koreanische Künstler hat das sehr beeindruckend gestaltet, mit viel Humor und Musik und je länger die Show dauerte, desto cooler waren seine Tricks mit den Diabolos.




Danach machten wir uns zu einem sehr beliebten Lokal auf. Obwohl wir uns alle an dem Tag erst kennen lernten, haben sich unsere Gastgeber besonders bemüht, dass wir tolle Eindrücke aus Seoul mitnehmen konnten. Sie haben uns in das Lokal Sinsajeon gebracht. Typischerweise muss man hier lange anstehen, wir hatten aber Glück und sie hatten gleich für zehn Leute Platz.
Das Essen war beeindruckend und köstlich. Zu unserer Freude haben sie mit uns auch Makgeolli verkostet. Ich kenne das auch nur aus so koreanischen Rom-Com’s als ein alkoholisches Getränk, das dünnflüssig und weiß und milchig ist. Einem Österreicher ist es sehr einfach zu beschreiben, wonach dieser Reiswein schmeckt. Ein sehr süffiger, leichterer Sturm (junger Wein oder gegorener Traubensaft).



Die nächste Station war eine Sport-Bar. Wir haben uns mit Fingerfood (Würstlvariationen) und Getränken versorgt und Dart gespielt. Es hat viele tolle Gespräche mit unseren neuen Bekannten gegeben, jedoch war die größte Erkenntnis, wofür man eigentlich eine Schere verwendet. Wie man auf dem Foto sieht, gibt es nur eine richtige Art Würstl zu schneiden, eben mit einer Schere. Wir haben schon gemerkt, dass es in Korea oft üblich ist, in einem Lokal auch bei Fleischspeisen eine Schere dazu zu bekommen. Damit schneidet man dann das Hendl. Keine Spezialschere, eine Haushaltsschere.

Nach dem Lokal ging’s weiter zur berühmten Hongdae Einkaufs- und Partystraße. Wie zu erwarten für einen Samstag ist hier viel los. Unsere Gastgeber wollten mit uns noch in eine Bar, jedoch haben wir uns an dieser Stelle verabschiedet. Für uns ging es am nächsten Tag schon früh nach Busan.









Wir möchten uns bei den Kollegen der Compax, die uns so herzlich aufgenommen haben, bedanken. Es war ein toller Abend und wir haben viele neue Eindrücke mitgenommen. Wir hoffen, dass wir uns in Zukunft wiedersehen werden.